FAQ / Häufig gestellte Fragen

Ab wann besteht Versicherungspflicht?

Versicherungspflicht besteht:

  • ab 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres,
  • wenn der BVG-Minimallohn von CHF 21'150.- überschritten wird und
  • wenn der Arbeitsvertrag länger als 3 Monate dauert.

Bis zum Alter von 25 Jahren sind nur die Risikoleistungen versichert. Ab 1. Januar nach Vollendung des 24. Altersjahrs sind zusätzlich Sparbeiträge für die Altersvorsorge zu leisten.

Was kann man dem Versicherungsausweis entnehmen?

Der Versicherungsausweis ist unter der Rubrik «Angebot» detailliert erklärt.

Wie berechnen sich die Beiträge?

Die Beiträge setzen sich aus einem Sparbeitrag (Altersgutschrift) und einem Risikobeitrag zusammen. Basis für die Bestimmung der Beiträge bilden der Vorsorgeplan, der versicherte Lohn und das Alter der versicherten Person.

Wie berechnet sich der maximale Einkauf von Beitragsjahren?

Der Höchstbetrag für einen Einkauf ist auf die Leistungen beschränkt, welche die versicherte Person erhalten würde, wenn ihr während aller Versicherungsjahre die reglementarischen Altersgutschriften auf der Grundlage ihres letzten versicherten Lohnes gutgeschrieben worden wären. Der Vorsorgeausweis zeigt den möglichen Einkaufsbetrag gemäss Vorsorge-Reglement. Von diesem Betrag sind abzuziehen: einerseits Guthaben in der Säule 3a, soweit diese das grösstmögliche 3a-Guthaben überschreiten (Betrag, der von einem Arbeitnehmer, respektive von Versicherten bei der Säule 2 seit der Einführung der 3. Säule im Jahr 1987 in die Säule 3a hätte einbezahlt werden können inkl. der gesetzlichen Zinsen) und andererseits Guthaben auf Freizügigkeitskonten.

Ich möchte mich einkaufen. Wie muss ich vorgehen?

Einkäufe können Sie gemäss dem Vorsorgereglement der PK SAV bis zum ordentlichen Rücktrittsalter (Männer: 65. Altersjahr, Frauen: 64. Altersjahr) vornehmen. Die Versicherten können in der Regel einmal pro Jahr einen Einkauf tätigen. Auf dem Einzahlungsschein sind die Vertrags-Nr., die AHV-Nr. sowie der Zahlungsvermerk "Einkauf" anzubringen.

Wann ist eine Gesundheitsprüfung erforderlich?

Der Rückversicherer der PK SAV verlangt eine Gesundheitsprüfung, sofern eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:

  • wenn der Versicherte nicht voll arbeitsfähig ist,
  • bei einem Neueintritt, wenn die Jahreslohnsumme den Betrag von CHF 200'000 übersteigt,
  • bei einer Lohnerhöhung, wenn die Jahreslohnsumme um CHF 40'000 erhöht wird und den Betrag von CHF 200'000 übersteigt,
  • bei einem Planwechsel (nur jeweils auf den 1. Januar möglich), wenn die Jahreslohnsumme über CHF 200'000 liegt und
    • die IV-Rente um mindestens CHF 25'000 erhöht wird, oder
    • das notwendige Deckungskapital für die Ehegattenrente (im Todesfall) um mindestens CHF 500'000 erhöht wird. Das notwendige Deckungskapital wird wie folgt berechnet: 20-facher Betrag der Ehegattenrente abzüglich vorhandenes Altersguthaben.

Pensionierung: Was habe ich für Möglichkeiten?

1. Kapital oder Rentenbezug
Der Altersrücktritt kann ab Alter 58 bis zum Alter 70 für Männer und bis zum Alter 69 für Frauen in 3 Schritten vorgenommen werden. Dieses Vorgehen wird auch als Teilpensionierung bezeichnet. Bei einer Teilpensionierung kann die versicherte Person einen Anteil des Altersguthabens als Rente und den anderen Teil als Kapital beziehen. Bei der Teilpensionierung muss der Lohn entsprechend reduziert werden, aber um wenigstens 20 % während mindestens einem Jahr; die weiter bestehende Tätigkeit darf nicht weniger als 40 % der ursprünglichen Tätigkeit ausmachen. Eine spätere Erhöhung des Beschäftigungsgrades ist ausgeschlossen.

2. Aufschub der Pensionierung
Setzt die versicherte Person das Arbeitsverhältnis bzw. die selbstständige Erwerbstätigkeit über das ordentliche Rücktrittsalter (Männer ab Alter 65 bzw. Frauen ab Alter 64) hinaus fort, kann sie die Ausrichtung ihrer Altersrente bis zum effektiven Altersrücktritt aufschieben, längstens jedoch bis zum Alter 70 für Männer und bis zum Alter 69 für Frauen.

Hier finden Sie:

Bin ich als Selbstständigerwerbender bei der PK gegen Unfall versichert?

Die PK SAV erbringt die reglementarischen Leistungen für Selbstständigerwerbende bei einem Unfall nach einer Wartefrist von 12 oder 24 Monaten.

Unbezahlter Urlaub

Bei weder krankheits- noch unfallbedingten Erwerbsunterbrüchen (z.B. unbezahltem Urlaub) bis maximal 6 Monate verfügt die versicherte Person im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber über folgende Wahlmöglichkeiten:

  • Die versicherte Person führt den Versicherungsschutz in der Pensionskasse im bisherigen Umfang weiter. Die versicherte Person hat dann neben ihren Beiträgen auch diejenigen des Arbeitgebers vor Beginn des Erwerbsunterbruchs an die Pensionskasse zu entrichten.
  • Die versicherte Person schliesst mit der Pensionskasse eine Risikoversicherung gegen die Risiken Invalidität und Tod für die Dauer des Erwerbsunterbruchs ab.

Macht der versicherte Arbeitnehmer von einer der beiden Wahlmöglichkeiten Gebrauch, hat er nachzuweisen, dass er eine UVG-Abredeversicherung für die maximal mögliche Dauer abgeschlossen hat.

Mutterschaft

Die Mutterschaftsversicherung stellt einen eigenen Zweig der Sozialversicherung dar. Anspruch auf eine Mutterschaftsentschädigung haben erwerbstätige, arbeitslose und arbeitsunfähige Frauen, die

  • während neun Monaten vor der Geburt im Sinne des AHV-Gesetzes obligatorisch versichert waren und
  • in diesen neun Monaten mindestens 5 Monate lang eine Erwerbstätigkeit ausübten.

Der Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung beginnt am Tag der Niederkunft und endet mit der teilweisen oder ganzen Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit, spätestens jedoch nach 14 Wochen.

Die Mutterschaftsentschädigung ist als Taggeld ausgestaltet. Die Entschädigung beläuft sich auf 80 % des vor der Niederkunft durchschnittlich erzielten Erwerbseinkommens, aber auf höchstens CHF 196.00 pro Tag (dies entspricht einem Jahreslohn von CHF 88'200.00).

Der Arbeitgeber, die Mutter oder Angehörige der Mutter müssen den Anspruch auf die Mutterschaftsentschädigung bei der zuständigen AHV-Ausgleichskasse bis fünf Jahre nach der Niederkunft geltend machen.

Erwerbsunfähigkeit – wie weiter?

Die Erwerbsunfähigkeit muss der PK SAV mit dem Mutationsformular gemeldet werden. Der Rückversicherer der PK SAV – «Die Mobiliar» – prüft den Leistungsanspruch und leitet allfällige Eingliederungsmassnahmen der IV ein.

Nach 3 Monaten Erwerbsunfähigkeit wird die versicherte Person beitragsbefreit. Das heisst, dass sie die Sparbeiträge nicht mehr schuldet.

Nach einer Wartefrist von 12 oder 24 Monaten (je nach Vorsorgeplan) zahlt die PK SAV der versicherten Person eine Invalidenrente aus.